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22. Februar 2008 | |
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Einladung zum Seminar des Deutsch-Israelischen Jugendforums und des Bundes Jüdischer Studenten in Deutschland vom 4. - 6. April 2008 in Schwerin Anlässlich des sechzigsten Gründungstages des Staates Israel
möchten der Bund Jüdischer Studenten in Deutschland und das Deutsch-Israelische
Jugendforum seinen Mitgliedern und Freunden die Möglichkeit bieten, gemeinsam
ins Gespräch zu kommen, miteinander zu Lernen und Perspektiven für eine
gemeinsame Arbeit zu entwickeln. • Einleitung und Begrüßung Seminarprogramm und Anmeldeformular herunterladen (pdf)
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| 5. September 2007 „Aufstieg oder Fall?“ Alijah und Migration in Deutschland und Israel | |
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Einladung zum Seminar am 16.-18. November 2007 in Berlin Seit dem Aufkommen der Zionistischen Bewegung sind Millionen Menschen
nach Israel eingewandert. Während die Alijah von ihrem Grundgedanken her
zu einem Einstieg in ein neues Leben von Gleichen unter Gleichen führt
und ein Willkommen in Eretz Israel für jeden Neueinwanderer garantiert,
werden mit der Einwanderung in Deutschland traditionell andere Konzepte
verbunden. Folgende Themeneinheiten sind geplant:
Beginn: Freitag, 18.00 Uhr, Ende: Sonntag 14.00 Uhr Stand 2. September 2007. Änderung vorbehalten Teilnahmebedingungen Teilnehmen können interessierte Jugendliche und junge Erwachsene bis 35 Jahre. Wir erwarten eine Teilnahme über die Dauer des gesamten Seminars. Die Anmeldung muss schriftlich erfolgen. Anmeldeschluss ist der 28. Oktober 2007. Zusammen mit der Anmeldung wird der Teilnahmebeitrag fällig. Er ist zeitgleich mit der schriftlichen Anmeldung auf das Konto der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu überweisen (Bankverbindung unten). Bei Abmeldungen nach dem 28. Oktober werden Stornogebühren in Höhe des Teilnahmebeitrags fällig. Mit der Anmeldebestätigung werden das detaillierte Programm und die Wegbeschreibung zur Tagungsstätte verschickt. Es gelten die in der Ausschreibung aufgeführten Teilnahmebedingungen. | |
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26. April 2007 Einladung zum Frühjahrsseminar des Jugendforums vom 15.-17. Juni 2007 in Magdeburg Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) verstand sich als ein "antifaschistisches"
Land, in dem der Antisemitismus angeblich "mit der Wurzel ausgerottet
war". In diesem Selbstverständnis lag eine der Lebenslügen der DDR, da
nie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der NS-Zeit stattfand. Auf dem Frühjahrsseminar wollen wir dieses Thema näher beleuchten. Folgende
Themeneinheiten sind geplant: Beginn: Freitag, 18 h, Ende: Sonntag 14 h Der Teilnahmebeitrag inklusive Vollpension beträgt € 35, für Mitglieder und € 40,- für Nichtmitglieder. Der Fahrtkostenanteil, der über € 40, liegt, wird von uns erstattet. Schriftliche Anmeldung bitte bis zum 28.05.2007 an: 15. April 2007 | |
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Hast du Interesse an Israel? Möchtest du drei spannende Wochen mit anderen
Jugendlichen in Berlin und Jerusalem erleben? Ist Religion", also Islam,
Christentum und Judentum ein Thema, bei dem du nicht sofort einschläfst?
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und das Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft veranstalten vom 7. bis zum 30. Juli 2007 in Berlin und Israel das diesjährige deutsch-israelische Sommerlager. 10 deutsche und 10 israelische Jugendliche werden zuerst 10 Tage in Berlin sein und sich dort mit den drei großen Religionen beschäftigen. Synagoge, Moschee und Kirche: Was macht sie jeweils ganz besonders, und kann man sie überhaupt vergleichen? Wie sieht es in den Religionen mit den Frauen aus? Wie ist ihre Stellung? Natürlich werden wir in Berlin auch auf die deutsch-jüdische Geschichte eingehen und gemeinsam mit den jungen Israelis über den Nationalsozialismus sprechen. Was denken sie darüber, wie sollen wir darüber sprechen? Am 18. Juli werden wir alle zusammen dann nach Israel fliegen und dort noch bis zum 30. Juli ein Programm haben, das sich auch mit Religion beschäftigt. Wie leben die Religionen zusammen in Jerusalem, das ihnen allen heilig ist? Auf dem Tempelberg stehen wichtige Heiligtümer des Judentums und des Islam, auf dem Hügel daneben liegt Jesus begraben. Die Spannung, die sich ergibt, kann man in Jerusalem beinahe spüren. Außerdem werden wir in Berlin wie auch in Israel einige Sehenswürdigkeiten besuchen und sicherlich viel Spaß haben. Wenn du jetzt Lust bekommen hast, dann melde dich doch an! Unten findest du noch ein paar Informationen, z. B. auch, wie du dich anmelden kannst. Campsprache: Englisch Viele Grüße 1. Februar 2007 | |
| Deutsch-Israelisches Sommerlager 2006: 1. Teil (18. bis 29. Dezember 2006 in Jerusalem) Nachdem das Sommerlager 2006 im Juli nur wenige Tage vor dem eigentlichen Beginn auf Grund der militärischen Eskalation zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah verschoben werden musste, gelang es glücklicherweise doch noch, die Begegnung zu realisieren. Da sich der Zeitraum über Channuka bzw. Weihnachten letztendlich als einziger möglicher Ersatztermin erwies, reisten wir also vom 18. bis 29. Dezember nach Israel. Über Ostern, vom 2. bis 13. April 2007, werden dann die Israelis nach Berlin kommen.
Die deutschen TeilnehmerInnen hatten sich bereits am 16. Dezember in der Internationalen Jugendherberge in der Kluckstraße getroffen, um sich gegenseitig kennen zu lernen und sich inhaltlich auf das Sommerlager vorzubereiten. Dieses Wochenende wurde mit Mitteln finanziert, die das Jugendforum bei der Bundeszentrale beantragt hatte. Unser Ziel war es, die TeilnehmerInnen für das Thema "Minderheiten" zu sensibilisieren, wir wollten aber auch bewusst dem Prozess des anfänglichen "Abschnupperns" Raum und Zeit geben. So wurden sie dann auch gleich von Kennenlern- und "Ice Breaker"-Spielen empfangen, die wir (die Teamer) vorbereitet hatten, um den gruppendynamischen Prozess in Gang zu bringen. Im Laufe des Tages kamen wir dann auf die Seminarerwartungen und Befürchtungen der TeilnehmerInnen zu sprechen. So hatte jede(r) die Möglichkeit, die eigenen Hoffnungen, Ansprüche und Vorstellungen für sich zu formulieren und den anderen gegenüber zu artikulieren. Anschließend gab es von unserer Seite einen inhaltlichen Input zur Geschichte Israels mit besonderem Blick auf die verschiedenen Einwanderungsbewegungen und die damit verbundene Zunahme an (ethnischer) Diversität. Am zweiten Tag des Vorbereitungstreffens setzten wir unsere thematische Einführung in die israelische Gesellschaft fort und skizzierten einen Überblick über die gegenwärtig existierenden Minderheiten in der israelischen Gesellschaft. Dieser Teil wurde durch einen zweistündigen Mini-Ulpan ergänzt, dem die TeilnehmerInnen erstaunlich gut und unerwartet schnell folgen konnten. Anschließend versuchten wir die Gruppe an die Situation der Minderheiten in der deutschen Gesellschaft heranzuführen, indem wir sie vor die Aufgabe stellten, unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen in Deutschland die entsprechenden Zahlenwerte zuzuordnen. Der erhoffte Effekt trat tatsächlich ein: An Hand stellenweise extremer Abweichungen der Schätzungen gegenüber den offiziellen Zahlen (besonders: Überschätzungen) ließ sich anschaulich illustrieren, inwiefern und zu welchem Ausmaß die Art und Weise der Medienberichterstattung Realität diskursiv erzeugt und so unsere Wahrnehmung beeinflusst. Abgerundet wurde das Vorbereitungswochenende zum einen durch den Besuch Lisa Schäfers, einer erfahrenen Radio-Moderatorin, die mit uns zusammen Ideen für unseren Hörfunkbeitrag entwickelte (der Israel-Teils wurde bereits am 17. Januar 2007 auf dem Offenen Kanal Berlin gesendet). Zum anderen durch den Besuch von einigen Mitgliedern des DIG-Jugendforums, als auch Bernhard Kranes von ASF sowie den Eltern von einer Teilnehmerin, die selbst bereits in Israel waren und Fotos von ihrer letzten Reise präsentierten. Zusammenfassend kann man sagen, dass während des Vorbereitungswochenendes nicht nur die Sensibilisierung für das Thema "Minderheiten" und das Vorwissen nicht nur gestiegen, sondern dass auch schnell ein Gruppengefühl entstanden war, was die Vorfreunde auf Israel nochmals hatte steigen lassen.
So waren wir sehr guter Dinge als wir uns am darauf folgenden Montag gen Tel Aviv / Ben Gurion Airport auf den Weg machten. Vor Ort wurden wir von Yahal, einem der beiden israelischen Teamer, abgeholt, der mit uns dann zu unserer Unterkunft, dem Beit Ben Yehuda in Jerusalem fuhr. Dort angekommen, trafen wir auf die israelischen TeilnehmerInnen, mit denen wir gleich sehr gut ins Gespräch kamen. Berührungsängste waren kaum vorhanden. Leider bestätigte sich, worauf wir per Telefon am Morgen schon vorbereitet worden waren: Während wir mit 10 Teilnehmerinnen und 2 Teamern angereist waren (bewusst sechs Frauen und sechs Männer), waren es auf der israelischen Seite lediglich sieben Leute (einschließlich der zwei Teamer), unter denen sich außerdem nur eine einzige Frau befand. Wenngleich sich sehr schnell Freundschaften zwischen den Israelis und Deutschen entwickelte, konnte dieser Unterschied über die Dauer der Begegnung durch das entstehende Gruppengefühl nicht vollständig kompensiert werden. Besonders für die Älteren unter den deutschen TeilnehmerInnen war es etwas unbefriedigend, da bis auf ein Israeli alle jünger als 18 Jahre alt waren. Das führte dann teilweise zu solchen Situationen, dass beispielsweise in der Freizeit die israelischen Jugendlichen mit den Deutschen zusammen loszogen, jedoch einige Deutsche TeilnehmerInnen "übrig blieben" bzw. keine Lust gehabt hatten, mit den anderen mitzugehen, und dann etwas allein unternahmen. Das wiederum wirkte auf einige der israelischen TeilnehmerInnen so, als ob ein paar der Deutschen mehr am Land Israel als an der tatsächlichen Begegnung selbst interessiert seien. Selbstverständlich haben wir dieses Problem in der Gruppe besprochen, was sich eindeutig positiv auswirkte. Jedoch konnte die Situation nicht vollständig "gelöst" werden, was meines Erachtens zu einem erheblichen Teil schlichtweg an der Ungleichheit der TeilnehmerInnenzahl lag. Auf Grund dieser Erfahrung kann ich für Jugendbegegnungsreisen nur die Wichtigkeit betonen, dass die Gruppe aus einer mindestens ungefähr gleichgroßen Anzahl an TeilnehmerInnen auf beiden Seiten besteht. Das ist die notwendige Basis, auf der alles andere aufbaut.
Das Programm war in mehrere Teile gegliedert. Zunächst verbrachten wir vier Tage gemeinsam in Jerusalem und unternahmen viele themenspezifische Aktivitäten. Dann folgte ein Wochenende in Gastfamilien, anschließend feierten wir - alle wieder vereint - Weihnachten in Jerusalem und Bethlehem. Die restlichen vier Tage verbrachten wir wieder alle gemeinsam mit vollem Programm. Dienstag der 19.12. war ganz der Jerusalemer Altstadt gewidmet. Wie hatten hier in den Jahrhunderten die verschiedenen Bevölkerungsgruppen miteinander gewohnt? Kann man überhaupt von einem friedlichen Zusammenleben sprechen? "Tradition upon Tradition" , lautete die Antwort unseres archäologisch eindrucksvoll geschulten Stadtführers Coren, "tradition and interlocking". Tatsächlich könne man - über eine lange Zeitdauer betrachtet - eher von einer Verschachtelung der verschiedenen Kulturen und Traditionen sprechen, als von einem andauernden, stetig kochenden Konflikt. Am Mittwoch beschäftigten wir uns mit der Shoa. Den Vormittag verbrachten wir im neuen Museum von Yad VaShem und am Nachmittag kam Schlomo, einigen wohl besser bekannt als Sally Perrel zu uns und berichtete von seinem Leben als "Hitlerjunge Salomo". Diese Begegnung war, wie danach viele berichteten, eines der eindrucksvollsten Erlebnisse auf dieser Reise. Donnerstag den 21.12. begannen wir mit einer thematischen Einheit zu "Migration und Heimat". Wie fühlt es sich an, wenn man seine Heimat verlässt, um woanders neue Wurzeln zu schlagen? Nach dieser thematischen Hinführung besuchten wir eine Einrichtung der Jewish Agency, wo wir auf Chava, Baruch und Irina - drei äußerst unterschiedliche Menschen - trafen, die vor kurzem eingewandert waren und dafür verschiedenste Motive und Beweggründe gehabt hatten. Diese Gespräche waren sehr interessant, weil sie uns verdeutlichten, wie groß der Unterschied zwischen Deutschland und Israel bezüglich der Bewertung der Einwanderung ist: Während die so genannten Olim Chadaschim (Neu-Einwanderer) in Israel größtenteils sehr willkommen sind und man sich durchaus sehr um sie kümmert, überwiegt in Deutschland meist doch die Wahrnehmung der Immigration als "Bedrohung" oder "Problem" - daran scheinen leider auch die Initiativen und Diskurse der letzten Monate wenig verändert zu haben. Gleichzeitig traten in der anschließenden, sehr produktiven Diskussion verschiedene Sichtweisen zu Tage: Während Ahuva, eine Angestellte der Jewish Agency, die Idee einer andauernden evtl. zu forcierenden Einwanderung nach Israel vertrat (Stichwort: "demographischer Faktor"), positionierte sich Nadav, einer der israelischen Teilnehmer, wesentlich kritischer und fragte, ob mit der Einwanderung nicht eventuell auch erhebliche Verluste (sowohl der Heimat als auch auf den Status und das Einkommen bezogen) einhergehen könnten. "Sollten wir nicht schauen, dass wir den Leuten, die schon nach Israel gekommen sind und jetzt hier leben, eine bessere berufliche Perspektive ermöglichen, bevor wir um neue EinwandererInnen werben?" Dieser kritischen Frage Nadavs hielt Ahuva verschiedene Aufstiegs- und Erfolgsgeschichten befreundeter Neu-Einwanderer entgegen. Hier stießen zwei unterschiedliche Perspektiven aufeinander: eine eher idealistische Sichtweise auf eine vielleicht als realistisch zu bezeichnende Perspektive. Diese Spannung zwischen Idee und Wirklichkeit, zwischen Idealismus und Realismus begegnete uns wieder, als wir am 27. Dezember in Tel Aviv den 28jährigen Daniel, einen ursprünglich aus Äthiopien stammenden Juden trafen. Er berichtete auf spannende und eindrucksvolle Weise über die idealistische, fast naiv anmutende Motivation, mit der viele ÄthioperInnen in den 80er nach Israel gekommen waren. Tatsächlich, so seine Erzählung, hätten viele daran geglaubt, Jerusalem sei der Ort, an dem paradiesische Zustände herrschten. Selbstverständlich lies die Enttäuschung, die Ernüchterung nicht lang auf sich warten - zumal die meisten äthiopischen Juden nach Ihrer Ankunft gar nicht in Jerusalem untergebracht wurden, sondern in so genannten Entwicklungsstädten. Das spannende an Daniel war unter anderem aber auch, dass er einen sehr handlungstheoretischen Ansatz vertrat: Gefragt, ob er sich in der israelischen Gesellschaft als Minder- oder Mehrheit fühle, betonte er in seiner Antwort, dass es in erster Linie auf einen selbst ankomme, was man daraus mache. Nur wenn man aktiv den Klischees und Stereotypen einer Gesellschaft entgegenarbeite, wenn man als vermeintliche Minderheit zeige, dass man eben nicht dem vorherrschenden Bild entspricht, könne man etwas verändern. Am Donnerstag besuchten wir außerdem noch das HaTefer-Museum (Museum of the Seam), das versucht, mittels der Thematisierung der Situation der ArbeitsmigrantInnen in Israel, die israelische Gesellschaft unter anderem auch für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu sensibilisieren.
Wie das Programm verdeutlicht, hat eine intensive Begegnung sowohl zwischen
Deutschen und Israelis als auch mit dem Thema "Migration und Identität"
stattgefunden. Leider war die Absprache vor dem Sommerlager trotz vieler
Versuche und Bemühungen nicht so effektiv gewesen, sodass einige von uns
gewünschte Programmpunkte (Treffen mit arabischen Israelis, mehr Zeit
für die Gestaltung des Radiobeitrags, Nachbesprechungen, Diskussionen,
Zwischenfeedback-Runden etc.) nicht realisiert wurden. Generell hatten
wir uns die Planung insofern anders vorgestellt, dass wir vier Teamer
sowohl den Israel- als auch den Berlin-Teil gemeinsam vorbereiten würden.
Leider lief es jetzt darauf hinaus, dass wir auf die Gestaltung des Programms
in Israel relativ wenig Einfluss hatten. Auch die Koordination vor Ort
(was beispielsweise die Organisation von Einkauf und Kochen betrifft)
besser laufen können. Wir haben versucht, das weitestgehend als produktives
Lernen für den zweiten Programmteil im April 2007 aufzufassen. Schon allein
deshalb ist es gut, dass das ursprünglich 3-wöchige Programm in zwei zehntätige
Teile geteilt wurde. Hauptsächlich begrüße ich die Teilung des Programms
aber deshalb, da in der Zwischenzeit via Email, Skype, Messenger und Telefon
der Kontakt zwischen den Israelis und Deutschen gehalten und intensiviert
wird. Und da so die Vorfreude auf den April bei allen stetig steigt. Mehr
Fotos vom Sommerlager auf http://www.lexy.kilu2.de/main.php.
12. November 2006 | |
| Vier Mitglieder des Jugendforums ins Präsidium gewählt
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft - DIG - hat bei ihrer Hauptversammlung in Baden-Baden Dr. h.c. Johannes Gerster zum Präsidenten gewählt. Gerster löst in dieser Funktion Bundesminister a.D. Prof. Manfred Lahnstein ab, der nach 13-jähriger Präsidentschaft auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidierte. Dem neugewählten Geschäftsführenden Präsidium gehören erneut die Bundestagsabgeordneten Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Anke Eymer (CDU/CSU), Dirk Niebel (FDP), der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe (SPD), der Vorsitzende der DIG Berlin Jochen Feilcke und Hannes Greiling (Mannheim) als Vertreter des Jugendforums. Neu im Geschäftsführenden Präsidium sind: Claudia Korenke (Frankfurt), Knut Teske (Hamburg) und Volker Heidmann (Schatzmeister, Hamburg). Drei weitere Kandidatinnen des Jugendforums wurden in das erweiterte Präsidium gewählt: Die Schatzmeisterin des Jugendforums Ulrike Eichweber (Duisburg), Heide Padberg aus Hamburg und Hedwig Richter aus Berlin. Die DIG will in den nächsten Jahren ihre Basis verstärken. Dazu beschloss die Hauptversammlung Modelle zur Mitgliederwerbung insbesondere junger Mitglieder. Auch kooperative Mitglieder sollen neu gewonnen werden. Dadurch soll ein stärkeres Gegengewicht gegen die zunehmend antiisraelischen Stimmen in Deutschland geschaffen werden. Johannes Gerster war als Bundes- und Landtagsabgeordneter von 1982 - 1998 bereits Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Von 1997 bis 2006 arbeitete er als Leiter der Konrad Adenauer Stiftung in Jerusalem für Entwicklungsprojekte in Israel sowie für friedensfördernde israelisch-palästinensische Gemeinschaftsaktivitäten. Zu einem besonderen Erfolg wurde das mit der Jerusalem Foundation geplante Konrad Adenauer Konferenzzentrum in Jerusalem, das seit 2001 Juden, Christen und Moslems offen steht. In seinen Jerusalemer Jahren war er zugleich Vizepräsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft in Israel. Gerster erklärte vor seiner Wahl:"Wir sind Freunde Israels ohne Wenn
und Aber. Aus historischen, politischen und moralischen Gründen fühlen
wir uns für Land und Leute verantwortlich. Wir wollen, dass Israel als
anerkannter Staat in Frieden neben einem palästinensischen Staat, ohne
Terror und Gewalt, leben kann. Wir treten zugleich gegen Antisemitismus
und Rechtsradikalismus in Deutschland an. Für das Erinnern in Zukunft.
Unserem Land steht eine starke Deutsch-Israelische Gesellschaft gut zu
Gesicht." 17. Oktober 2006 | |
| Aufruf gegen Islamismus, Judenhass und Vernichtungsdrohungen
gegen Israel. Für Demokratie und Menschenrechte im Iran! Wir Unterzeichnerinnen und Unterzeichner haben unterschiedliche Meinungen zu dem andauernden Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Aber gemeinsam weisen wir jeden Angriff auf das Existenzrecht Israels zurück und treten für eine friedliche und für beide Seiten akzeptable Zweistaatenlösung ein. Das iranische Regime tut alles, um eine solche Lösung zu verhindern. Es ruft nicht nur verbal zur Vernichtung Israels auf, sondern fördert und finanziert Selbstmordanschläge gegen Israelis und rüstet die Hizbullah mit Raketen aus. Das iranische Regime instrumentalisiert schamlos den israelisch-palästinensischen Konflikt zu Lasten auch der Palästinenserinnen und Palästinenser, um seine eigene Diktatur zu stabilisieren und seine Machtbasis international auszubauen. Wir verurteilen die antisemitische und antiisraelische Hetze des iranischen Regimes genauso wie die schweren Menschenrechtsverletzungen im und durch den Iran seit 27 Jahren: - die Folter und Ermordung von zehntausenden Oppositionellen, darunter 1992 beim Anschlag im Berliner Restaurant "Mykonos" und zuletzt zwei hungerstreikende Häftlinge, - die Entrechtung von Frauen und Hinrichtungen von Homosexuellen, - die Unterdrückung der Frauen-, Studenten- und Gewerkschaftsbewegung, - die Repression und Entrechtung ethnischer Minderheiten wie beispielsweise der iranischen Kurden und der Ahwazi-Araber sowie - die Verfolgung religiöser Minderheiten wie vor allem der Bahá'í. Der Iran ist eine islamistische Diktatur. Wir solidarisieren uns mit allen Iranerinnen und Iranern, die sich nach Demokratie und Menschenrechten sehnen und mit der Weltgemeinschaft in Frieden leben wollen. Wir wenden uns zugleich gegen jede Diskriminierung von Menschen muslimischen Glaubens oder migrantischen Hintergrunds. Es geht nicht um einen Kulturkampf gegen "den" Islam, sondern um ein gemeinsames politisches Streiten gegen Islamismus und religiös verbrämte Gewalt. Der Al Quds-Tag und die islamistische Ideologie sind auch ein Angriff auf die Universalität der Menschenrechte und damit auf uns alle - ob im Iran, in Afghanistan, in Israel und den palästinensischen Gebieten, in der Türkei oder in Berlin. Wir rufen deshalb für den 21. Oktober 2006 zu einer Protestkundgebung gegen den internationalen Al Quds-Tag in Berlin auf und bitten um breite Unterstützung dieses Aufrufs. Berliner Bündnis gegen den internationalen Al Quds Tag Initiatorinnen und Initiatoren: Schohreh Baddii, im Exil lebende Iranerin Arne Behrensen, Politikwissenschaftler, Berlin Ahmet Dag, Kurdistan AG der Freien Universität Berlin Claudia Dantschke und Ali Yildirim, AYPA-TV Aycan Demirel und Elif Kayi, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus Gerlinde Gerber, Jugendforum der DIG Berlin Siamend Hajo, Europäisches Zentrum für Kurdische Studien Nikoline Hansen, Bund der Verfolgten des Naziregimes Berlin e.V. Meggie Jahn, Deutsch Israelische Gesellschaft, Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen im Iran-Berlin e.V. Hamid Nowzari, Vorstand des Vereins Iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. Udo Wolter, Bündnis gegen Antisemitismus Berlin Thomas Uwer, Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit Maja Loeffler (Koordination) Mehr zu den Aktivitäten gegen den Al Quds Tag hier. 23. August 2006 | |
| Einladung zum Herbstseminar, 6.-8. Oktober 2006 in Köln
Die aktuelle Eskalation im Nahostkonflikt lenkt die Aufmerksamkeit von der Innenpolitik Israels wieder einmal auf die Beziehungen zu seinen Nachbarn. Doch dass der Konflikt nach Außen nicht auf ewig alle Konflikte im Innern überdecken kann, zeigen die in Deutschland kaum wahr genommenen, sehr auf Wirtschafts- und Sozialfragen konzipierten Wahlkämpfe aller Parteien bei den letzten Knesset-Wahlen. Nicht weniger emotional wird in Deutschland über die Sozialpolitik der letzten Jahre diskutiert. Auch wenn es bei uns nicht um Krieg oder Frieden geht, sehen Kritiker von Harz IV & Co den sozialen Frieden in Deutschland gefährdet, sollten weitere Sozialleistungen abgebaut werden. Deshalb wollen wir zusammen mit Mitgliedern des Israelisch-Deutschen
Jugendforums aus Tel Aviv bei unserem diesjährigen Herbstseminar
einen Blick auf die Sozialpolitik werfen und Antworten auf die deutschen
und israelischen Zukunftsfragen im Sozial- und Wirtschaftsbereich finden.
Es findet vom 06.-08. Oktober 2006 in Köln statt. 18. Juli 2006 | |
| Mit dem Überfall auf israelische Soldaten an der
Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel am 25. Juni ist die Lage im
Nahen Osten wieder einmal eskaliert. Der Bundesvorstand des Jugendforums
der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sieht die Verantwortung für die
kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Wochen allein auf Seiten
der Hamas und Hisbollah.
Angesichts der Chronologie der Eskalation trägt Israel dagegen keine Verantwortung, sondern nahm sein Recht auf Selbstverteidigung wahr: * Im August 2005 zog sich Israel vollständig aus dem Gaza-Streifen bis zur Waffenstillstandslinie von 1948 zurück. Dennoch wurden seit Anfang des Jahres über 600 Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Kernland abgeschossen. In dem Augenblick, in dem sich Hamas-Regierung und Fatah-Führung auf das so genannte "Gefangendokument" einigten, entführten palästinensische Terroristen einen israelischen Soldaten an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen. Erst danach entschloss sich Israel militärisch zu reagieren. * Israel hat sich im Jahr 2000 vollständig hinter die von der UN akzeptierte Grenze aus dem Libanon zurückgezogen. Bis zu den jüngsten Luftangriffen hatte es keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes gegeben. Die Hisbollah dagegen schoss seit 2000 in regelmäßigen Abständen Katjuscha-Raketen auf Israel. Jede einzelne Rakete war ein völkerrechtswidriger Angriff auf Israel. Vergangene Woche lockten Hisbollah-Kämpfer israelische Soldaten in einen Hinterhalt, töteten mehrere Soldaten und entführten zwei. Es ist offensichtlich, dass dieses Kidnapping abgestimmt war auf die eskalierte Lage im Gazastreifen und zur Verschärfung der Lage beitragen sollte. Auch in diesem Fall reagierte die israelische Armee erst, nachdem die Hisbollah den Anschlag auf die Soldaten verübt hatte. Man mag darüber streiten, ob die Reaktion der Israelis in ihrer Heftigkeit gerechtfertigt ist, sie ist aber Folge des Raketenbeschusses und der Entführungen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt aber leider, dass israelische Zurückhaltung von den terroristischen Gruppen als Schwäche ausgelegt wird. Hisbollah und Hamas feierten z.B. den Rückzug der Israelis als Bestätigung ihres blutigen Widerstandes. Sie versäumten es dagegen, den Rückzug der Israelis als Chance zu nutzen, in ihrem Gebiet mit dazu beizutragen einen starken Staat aufzubauen. Weder die Palästinensische Autonomiebehörde seit 1996 noch die libanesische Regierung seit 2000 haben ernsthafte Anstrengungen übernommen, das Gewaltmonopol des Staates durchzusetzen. Sie argumentierten immer mit der Gefahr eines Bürgerkrieges. Die Folgen dieser Politik hat Israel zu tragen: Terrorgruppen können unbehelligt Waffen tragen und sie gegen Israel einsetzen. Der Bundesvorstand des Jugendforums unterstützt den Druck der Vereinigten Staaten, der Bundesrepublik und anderer Staaten auf Staaten wie Libanon, Syrien und den Iran, damit diese die Unterstützung des antiisraelischen Terrors beenden. Wir befürworten eine sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen. Damit einhergehen muss die Feilassung der entführten Soldaten, die Entwaffnung der Hamas, anderer Terrorgruppen im Gazastreifen und der Hisbollah sowie nachhaltige Garantien für Israel, die sicherstellen, dass die Waffenruhe nicht dafür genutzt wird, erneut gegen Israel aufzurüsten. Der Bundesvorstand des Jugendforum der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft |